{"id":1074,"date":"2025-12-23T10:52:02","date_gmt":"2025-12-23T09:52:02","guid":{"rendered":"https:\/\/biwena.de\/?p=1074"},"modified":"2025-12-23T11:07:16","modified_gmt":"2025-12-23T10:07:16","slug":"runder-tisch-fuer-nachhaltigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/biwena.de\/index.php\/2025\/12\/23\/runder-tisch-fuer-nachhaltigkeit\/","title":{"rendered":"Artikel der Kreiszeitung Bassum\/Twistringen: Runder Tisch f\u00fcr Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Positive Beispiele sollen in der Region dabei helfen, gute Bauentscheidungen zu treffen. Das Biodiversit\u00e4ts-Dach der Firma L\u00fctvogt in Wagenfeld gilt als eines dieser Beispiele. \u00a9 Simone Brauns-B\u00f6mermann<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wagenfeld \u2013&nbsp;<\/em>Der gro\u00dfen Herausforderung Bauwende und der Frage, wie die Region aktiv daran mitarbeiten kann, haben sich erneut 30 Akteure gestellt\u2013 beim dritten Runden Tisch der Bildungsoffensive Nachhaltiges Bauen Mitte Niedersachsen in Wagenfeld. Der Termin fand nicht irgendwo statt, sondern in und an einem der Leuchtturmprojekte der Region, dem Getr\u00e4nkeunternehmen Friedrich L\u00fctvogt.<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Ostermeyer-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1076\" srcset=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Ostermeyer-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Ostermeyer-300x225.jpg 300w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Ostermeyer-768x576.jpg 768w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Ostermeyer-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Ostermeyer-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Nachhaltigkeit kostet und zwingt zum Nachdenken in l\u00e4ngeren Zeitr\u00e4umen.<br>Rolf Ostermeyer, Architekt<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Organisatoren, die mit dem F\u00f6rderprojekt beauftragt sind, die Landkreise Diepholz, Nienburg und Verden zu bef\u00e4higen, die Herausforderung der Bauwende anzunehmen und anzugehen, setzten auf das Lernen am Beispiel. Die Bedingungen k\u00f6nnten derzeit nicht schwieriger sein: Leere Kassen der meisten Kommunen, ein High-Tech-Anspruch im Bauen und steigende gesetzliche Regulationen erschweren Entscheidungen. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bestehe darin, dass Kommunen und Planer, Handwerk und Bildung an einem Strang ziehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Theorie blieb bei dem dreist\u00fcndigen Termin geringer als erwartet. Das Beispiel der Gewerbeentwicklung von L\u00fctvogt seit den 1970er-Jahren, mit dem definierten Ziel, bis 2030 CO<em>2<\/em>-neutral zu sein, sprach f\u00fcr sich. Dies fand auch der einzige B\u00fcrgermeister in der Runde, Matthias Kreye aus Wagenfeld: \u201eIch gebe zu, f\u00fcr mich war der Auftakt mit dem F\u00f6rdermittelbescheid 2023 in der Markuskirche in Hoya viel Theorie. Aber ich bin stolz, dass wir heute in dem innovativen Unternehmen weiterdenken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Eile geboten sei, erkl\u00e4rte Architekt Rolf Ostermeyer aus Hannover. Er betreut das Unternehmen L\u00fctvogt seit 1972 und plane derzeit einen Anbau einer Halle f\u00fcr Betriebsstoffe, wieder in Holzbauweise. \u201eWir m\u00fcssen endlich umdenken, die Klimaziele sind ehrlich ambitioniert\u201c, so sein Credo, das er mit dem verstorbenen Unternehmer Dirk L\u00fctvogt uneingeschr\u00e4nkt geteilt habe. Dirk L\u00fctvogt sei bekannt f\u00fcr seinen Pragmatismus in Sachen Naturschutz und Unternehmensphilosophie und suche seinesgleichen in der Region.<br><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Mein Ehemann hat schon immer auf volle Pulle Heimat gemacht\u201c, leitete Elke L\u00fctvogt ein und betonte die Konsequenz ihres Mannes. \u201eEr war ein Nachhaltigkeitspionier und hat trotz Wachstum des Unternehmens ressourcenschonend gebaut, den Betrieb seiner Landschaft angepasst und dem Fl\u00e4chenfra\u00df mit innovativen Ideen die Stirn geboten.\u201c Dies bedeute: \u201eDirk hat die Wiese, wo jetzt die neue Lagerhalle steht, einfach 12 Meter aufs Dach verfrachtet und die Kompensation direkt auf dem eigenen Gel\u00e4nde erbracht\u201c, erg\u00e4nzte Ostermeyer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Elke-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1075\" srcset=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Elke-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Elke-300x225.jpg 300w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Elke-768x576.jpg 768w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Elke-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251210-Luetvogt_Elke-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend sei es f\u00fcr die Teilnehmenden auf eben dieses Dach gegangen, das mit der Hochschule Osnabr\u00fcck entwickelt und bis vergangenes Jahr wissenschaftlich begleitet worden sei. Dort erkl\u00e4rte Ostermeyer: \u201eWir d\u00fcrfen keine Wegwerf-Architekten sein.\u201c Dies spiegele sich in der Vision, der Planung, der Umsetzung und des Baus wider. \u201eTechnisch k\u00f6nnen wir heute in einer globalen Welt alles. Hier gilt es, uns selbst zu limitieren, auf Regionalit\u00e4t zu setzen in der Beschaffung der Baumaterialien, der Handwerker und der Energie.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Workshop-Runde befasste sich mit mehreren Fragen: \u201eWas bedeutet ganzheitliche Betrachtung beim Bauen?\u201c, \u201eWie kann ein Punkteplan aussehen, der wirksam umgesetzt werden kann?\u201c, \u201eWas ben\u00f6tigen Bauakteure, um in die Umsetzung zu kommen und wie kann man das Wissen verbessern?\u201c, \u201eWie kann der interkommunale Ansatz Synergien schaffen?\u201c Das Ergebnis der am Ende vier vollgeschriebenen Plakate sei eindeutig gewesen: \u201eVon anderen lernen, damit man nicht die gleichen Fehler macht\u201c, fasste es Konstantin von Kuczkowski von der IHK Hannover zusammen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Marion Prissok aus Lemf\u00f6rde von der Gr\u00fcnen Ortsgruppe und dem Nabu D\u00fcmmer stellte die Frage in den Raum: \u201eWie \u00fcberzeuge ich die Skeptiker stichhaltig?\u201c F\u00fcr Christin Str\u00f6mer vom Hochbau der Stadt Verden lag die H\u00fcrde in der Verwaltung: \u201eWir haben Sanierungsstau in Schulen, kleine Budgets wegen leerer Kassen und ein hohes Reglement.\u201c Einen konkreten Punkteplan habe es am Ende nicht gegeben, aber viel Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Komplexit\u00e4t bez\u00fcglich der Zukunft von kommunalen und privaten Bauentscheidungen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Matthias Witth\u00f6ft und Steffen Langhorst vom Bauamt in Bassum sei jedoch klar gewesen: \u201eIn Beschlussvorlagen geh\u00f6rt fest der Hinweis auf die \u00d6kologie.\u201c Einigkeit habe dar\u00fcber bestanden, dass ein Handlungsfaden in Form eines Vertrags oder einer Satzung landkreis\u00fcbergreifend hilfreich sei. Die Pr\u00fcfung von Bauvorhaben k\u00f6nne nach der Satzung stattfinden, Anreize zum nachhaltigen Bauen formuliert und Bewertungskriterien aufgestellt werden. Eine Idee sei eine Art Nutriscore f\u00fcr die Region Mitte Niedersachsen im Bausektor gewesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Totschlagargument \u201eKein Geld, schlechte Finanzen\u201c entgegnete Architekt Ostermeyer: \u201eNachhaltigkeit kostet und zwingt zum Nachdenken in l\u00e4ngeren Zeitr\u00e4umen. Die Umsetzung erfolgt, leider, nur mit klaren Regeln und manchmal Zwang.\u201c <br><br><em>SIMONE BRAUNS-B\u00d6MERMANN&nbsp;<\/em> Quellenangabe: Kreiszeitung Bassum\/Twistringen vom 19.12.2025, Seite 17<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Positive Beispiele sollen in der Region dabei helfen, gute Bauentscheidungen zu treffen. 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