{"id":1122,"date":"2026-01-13T00:44:49","date_gmt":"2026-01-12T23:44:49","guid":{"rendered":"https:\/\/biwena.de\/?page_id=1122"},"modified":"2026-03-18T11:37:22","modified_gmt":"2026-03-18T10:37:22","slug":"die-kommunale-bauwende","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/biwena.de\/index.php\/bauklima-kommunal\/die-kommunale-bauwende\/","title":{"rendered":"Die kommunale Bauwende"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die kommunale Bauwende<\/h1>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><em>Eine Handreichung f\u00fcr Kommunen<\/em> <em>(auch als <a href=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Die-kommunale-Bauwende.-Eine-Handreichung-fuer-Kommunen-_final_mitBeschnittZugabe.pdf\" rel=\"nofollow\">PDF<\/a> verf\u00fcgbar, <a href=\"https:\/\/biwena.de\/index.php\/bauklima-kommunal\/bauklima-kommunal-vortraege-und-material\/\" data-type=\"page\" data-id=\"1434\">Videos dazu und mehr<\/a>)<\/em><\/h6>\n\n\n<div class=\"wp-block-post-author\"><div class=\"wp-block-post-author__avatar\"><img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/3b8d32ebd34f9c92c80a887c1ab597c348abc371d161473b43a62c58000a506b?s=48&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/3b8d32ebd34f9c92c80a887c1ab597c348abc371d161473b43a62c58000a506b?s=96&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-48 photo' height='48' width='48' \/><\/div><div class=\"wp-block-post-author__content\"><p class=\"wp-block-post-author__name\">Michael Burchert<\/p><\/div><\/div>\n\n\n<ul class=\"wp-block-social-links has-small-icon-size is-layout-flex wp-block-social-links-is-layout-flex\"><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Bildungswerkstatt f\u00fcr nachhaltige Entwicklung e.V. (BIWENA) ist ein Urgestein der Bauwende, immer orientiert an der besten, nachhaltigsten Praxis. Also dem Bauen und Sanieren, insbesondere mit nachwachsenden Rohstoffen und Lehm. Dementsprechend freuen wir uns nach vielen Jahren harter Arbeit an der Basis in der Weiterbildung f\u00fcr alle aus Handwerk, Planung, Verwaltung, Quereinstieg, Universit\u00e4ten, Unternehmen, Politik und Bewegungen nun endlich einen <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/374845708_The_Emerging_Role_of_Plant-Based_Building_Materials_in_the_Construction_Industry-A_Bibliometric_Analysis\">exponentiellen Anstieg in der Besch\u00e4ftigung mit dem Nachhaltigen Bauen<\/a> zu sehen. Dabei haben wir in den vielen Jahren bereits einige Beschreibungen versucht um durchzudringen: <em>nachhaltig bauen, klimafreundlich bauen, enkeltauglich bauen, kreisl\u00e4ufig bauen, gesund bauen, Bauen im Bestand, regenerativ bauen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p><strong>Was wir mit dem Nachhaltigen Bauen meinen: <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Ein schadloses Bauen.<\/mark><\/strong><\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Stand 2026 ist in Deutschland neben steigenden Energieeffizienzanforderungen zur Begrenzung der Betriebsemissionen, der Klima- und Biodiversit\u00e4tssch\u00e4dlichkeit aus der Baumaterialherstellung selbst, noch immer kein besonderer Wert offiziell zugemessen worden. Beim sehr sch\u00e4dlichen <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/kurzmeldungen-1016750\">Fl\u00e4chenverbrauch<\/a> gibt es eine Begrenzung, die aber nicht eingehalten wird. Au\u00dfer dass seit langem viele Daten erhoben werden, muss festgestellt werden, dass sie in der Baurealit\u00e4t nicht wirklich genutzt werden. Das zeigt die gut gef\u00fcllte <a href=\"http:\/\/oekobau.dat\" data-type=\"link\" data-id=\"oekobau.dat\">\u00d6kobaudat<\/a> und die daraus eigentlich abzuleitenden, fehlenden verbindlichen Grenzwerte f\u00fcr den Bauschaden eindrucksvoll in der gebauten Umwelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sieht es meist sofort: Das kann nicht nachhaltig sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob diese Sch\u00e4dlichkeit bei Bau- und Sanierungsvorhaben vermieden wird und n\u00fctzlichere Bauwerke entstehen, muss sich durch die fehlende politische Steuerung in Deutschland bisher allein \u00fcber die <em>Nachfrage<\/em> regeln. <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Damit muss die \u00f6ffentliche Hand (Das sind sehr wahrscheinlich Sie) nun ihrer Vorbildrolle gerecht werden und eine wegweisende, zukunftsf\u00e4hige \u00c4ra einleiten.<\/mark> Bauen muss wieder n\u00fctzlicher werden, f\u00fcr Alle, z.B. \u00fcber die vernachl\u00e4ssigten 17-Ziele der Vereinten Nationen, <a href=\"https:\/\/17ziele.de\/\">SDGs<\/a>. Immerhin stehen die Mittel und auch der Rechtsrahmen grunds\u00e4tzlich zur Verf\u00fcgung, auch bei klammen Kassen vor Ort. <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Laut <a href=\"https:\/\/www.bescha.bund.de\/DE\/FuerBedarfstraeger\/KompetenzstelleFuerNachhaltigeBeschaffung\/kompetenzstellefuernachhaltigebeschaffung_node.html\">Bundesbeschaffungsamt<\/a> sind das 13% des Bruttoinlandsprodukts, also rund 350 Mrd \u20ac, die f\u00fcr nachhaltige Beschaffung verwendet werden k\u00f6nnten und sollten.<\/mark> Momentan ist das noch der Ausnahmefall, nachhaltige Beschaffung muss jedoch zur Regel werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie kann das Gelingen? Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen der Stadt Frankfurt (am Main)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Stadt Frankfurt (am Main) hat mit ihren \u201c<a href=\"https:\/\/energiemanagement.stadt-frankfurt.de\/Investive-Massnahmen\/Leitlinien-wirtschaftliches-Bauen\/Leitlinien-wirtschaftliches-Bauen.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/energiemanagement.stadt-frankfurt.de\/Investive-Massnahmen\/Leitlinien-wirtschaftliches-Bauen\/Leitlinien-wirtschaftliches-Bauen.pdf\">Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen<\/a>\u201d eine Handreichung mit dem Ziel entwickelt <em>\u201cbei vorgegebenen Qualit\u00e4ten die j\u00e4hrlichen Gesamtkosten (Summe aus Kapitalkosten, Betriebskosten und Folgekosten) \u00fcber den gesamten Lebenszyklus (Planung, Bau, Betrieb, Sanierung, Abriss und Entsorgung) zu minimieren.\u201d<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p>Bis 2035 soll hierdurch ein klimaneutraler Geb\u00e4udebestand und die Unabh\u00e4ngigkeit von Energieimporten erreicht werden. <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Hierzu werden Varianten (z.B. A und B) f\u00fcr den Lebenszyklus von Geb\u00e4uden\/Bauma\u00dfnahmen gerechnet<\/mark>, damit eine Entscheidungsgrundlage entsteht, auf der eine qualifizierte Entscheidung getroffen werden kann. Im Bestand ist Variante A immer das Bestandsgeb\u00e4ude. F\u00fcr einen Schulneubau z.B. k\u00f6nnte Variante A ein \u00fcblicher Stahlbetonbau sein und Variante B z.B. ein <a href=\"https:\/\/systaholz.eu\/holzbausysteme\">Standard Holzbausystem<\/a>. Hierbei entstehen starke Kontraste.<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Das Besondere hierbei ist das Ansetzen eines Schattenpreises f\u00fcr CO2<\/mark>, der sich automatisch an den <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/umwelt-wirtschaft\/gesellschaftliche-kosten-von-umweltbelastungen#methodik-zur-schatzung-von-klimakosten-\">wissenschaftlich-fundierten Zahlen des Umweltbundesamtes <\/a>orientiert. Ein notwendiger Kunstgriff, da momentan leider noch kein fairer Wettbewerb f\u00fcr klimafreundliche, nachhaltige Produkte existiert.<br>F\u00fchrt nun die konventionelle Variante A im Lebenszyklus zu h\u00f6heren Treibhausgasemissionen, verteuert sie sich automatisch um den Schattenpreis pro Tonne CO2. Ist Variante B mit nachhaltigeren Bauweisen und Materialien vor der Lebenszyklusanalyse und Ansetzen des Schattenpreis noch etwas teurer gewesen als die konventionelle Variante A, kann B als die volkswirtschaftlich g\u00fcnstigere Variante trotzdem den Vorzug bekommen, obwohl sie erst einmal Mehrkosten verursachen kann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/umwelt-wirtschaft\/gesellschaftliche-kosten-von-umweltbelastungen#methodik-zur-schtzung-von-klimakosten-\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"514\" src=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6_tab_uba-empfehlung-klimakosten_2024-11-26-1024x514.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1150\" srcset=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6_tab_uba-empfehlung-klimakosten_2024-11-26-1024x514.png 1024w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6_tab_uba-empfehlung-klimakosten_2024-11-26-300x150.png 300w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6_tab_uba-empfehlung-klimakosten_2024-11-26-768x385.png 768w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6_tab_uba-empfehlung-klimakosten_2024-11-26-1536x770.png 1536w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6_tab_uba-empfehlung-klimakosten_2024-11-26.png 1545w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tabelle: UBA Empfehlungen zu Klimafolgenkosten, zeigen sehr hohe Kosten, die wenn sie angewendet w\u00fcrden, zu Ver\u00e4nderungen in der Baupraxis f\u00fchren. In jedem Fall m\u00fcssen sie zu einer Neubewertung der Lage f\u00fchren.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p><strong>Die Funktionsweise: Nachhaltiges Bauen ist nicht teurer, konventionelles Bauen &#8218;zahlt&#8216; so einfach den echten Preis<\/strong>.<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\"><em>Beweislastumkehr<\/em>: <\/mark><\/h4>\n\n\n\n<p>M\u00fcssen wir normalerweise erkl\u00e4ren, warum wir Klimavertr\u00e4glich bauen wollen, muss bei diesem in einer Klimakrise viel logischerem Ansatz der Stadt Frankfurt (am Main) jede Abweichung stichhaltig begr\u00fcndet werden: <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Warum man nicht nachhaltig baut.<br><\/mark><br>Bemerkenswert<em>: Die Mechanik des CO2-Schattenpreis teilt sogar auch ein nicht unwesentlicher Verband der Bauindustrie:<\/em> Das f\u00fcr den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. erstellte Impulspapier \u201c<a href=\"https:\/\/www.bauindustrie.de\/media\/veroeffentlichungen\/artikel\/studie-klimavertraeglich-bauen\">Klimavertr\u00e4glich bauen mit einem Schattenpreis f\u00fcr CO2-Emissionen<\/a>\u201d zeigt wie die \u00f6ffentliche Hand damit Bauprojekte ausschreiben kann, um ihre Klimaschutzziele zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Siehe auch: Policy Brief, Forum Sozial-\u00d6kologische Marktwirtschaft, <a href=\"https:\/\/foes.de\/de-de\/publikationen\/publikation?tx_foespublications_listpublications%5Baction%5D=show&amp;tx_foespublications_listpublications%5Bbacklinkpage%5D=4&amp;tx_foespublications_listpublications%5Bcontroller%5D=Publication&amp;tx_foespublications_listpublications%5BcurrentPage%5D=1&amp;tx_foespublications_listpublications%5Bpublication%5D=431&amp;cHash=5a4150b3e0239cf96b1b8e25ca09b5c8\">CO2-Schattenpreise in der \u00f6ffentlichen Beschaffung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>Teurer &#8211; Billiger (Der Kosten-Mythos):<\/em> Da wir beim BIWENA e.V. schon lange an der Bauwende arbeiten und daher ausschlie\u00dflich die beste Praxis zeigen, sind wir mit dem Totschlagargument: <em><mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">\u2018Nachhaltiges Bauen sei teurer und m\u00fcsse nur billiger werden\u2019 <\/mark><\/em>vertraut. Erstens muss das schon lange nicht mehr so sein, wie unsere Praxis und die Kontakte mit Kommunen zeigen. Zweitens l\u00e4sst sich der Zusammenhang zwischen nachhaltigem Bauen und Mehrkosten auch z.B. in der <a href=\"https:\/\/www.dgnb.de\/de\/dgnb-richtig-nutzen\/newsroom\/presse\/artikel\/gebaeude-studie-belegt-mehr-klimaschutz-im-bauen-muss-nicht-zu-mehr-kosten-fuehren\"><strong>DGNB\/BPIE Untersuchung<\/strong> &#8222;Lebenszyklusbasierte Betrachtung von Geb\u00e4uden&#8220;<\/a> nicht herleiten:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p><em>Es gibt keine Korrelation zwischen hohem Preis und niedrigen CO2-Emissionen.<\/em><\/p><cite>Dr. Anna Braune, DGNB, bezogen auf die Untersuchung von&nbsp;28 DGNB-zertifizierten Wohngeb\u00e4uden hinsichtlich ihrer Klimawirkungen und Kosten.<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Aber es kommt noch besser: <\/em>Ambitionierte Klimaschutzma\u00dfnahmen, die dem Pariser Abkommen entsprechen, weisen laut dem <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.974540.de\/publikationen\/wochenberichte\/2025_38_3\/zwei_jahrzehnte_klimakostenforschung__praeventiver_klimaschutz_als_volkswirtschaftlicher_vorteil.html\">DIW Papier<\/a> ein Nutzen-Kosten-Verh\u00e4ltnis von 1,8 bis 4,8 auf. <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Sie lesen richtig, 1\u20ac bringt bis zu 4,80\u20ac,  wenn Sie Klimaschutzambitionen haben.<\/mark> Selbst wenn es also Mehrkosten oder Preisparit\u00e4t zwischen konventionellem und klimasch\u00fctzendem Bauen gibt, ist Klimaschutz immer die beste Investition.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/bafkreic7chz3vvgymtfn3ijzo7w6bywgwhuxq6adkmkyx4gmiyflnxzb54-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1124 size-full\" srcset=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/bafkreic7chz3vvgymtfn3ijzo7w6bywgwhuxq6adkmkyx4gmiyflnxzb54-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/bafkreic7chz3vvgymtfn3ijzo7w6bywgwhuxq6adkmkyx4gmiyflnxzb54-300x200.jpg 300w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/bafkreic7chz3vvgymtfn3ijzo7w6bywgwhuxq6adkmkyx4gmiyflnxzb54-768x512.jpg 768w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/bafkreic7chz3vvgymtfn3ijzo7w6bywgwhuxq6adkmkyx4gmiyflnxzb54-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/bafkreic7chz3vvgymtfn3ijzo7w6bywgwhuxq6adkmkyx4gmiyflnxzb54.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Bild: Energie- und ressourceneffiziente Strohh\u00e4user rund um das Norddeutsche Zentrum f\u00fcr Nachhaltiges Bauen in Verden.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche Grenzwerte soll ich setzen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/iopscience.iop.org\/article\/10.1088\/1755-1315\/1554\/1\/012121\">Die wissenschaftliche Studie<\/a> im Rahmen des Projektes Bauklima kommunal (Woytowicz et al., 2025) der TU M\u00fcnchen befasst sich mit der Frage, wie viel Treibhausgase (THG) der deutsche Geb\u00e4udesektor noch aussto\u00dfen darf, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Dabei fanden sie heraus, dass das Emissionsbudget f\u00fcr einen Quadratmeter umbauten Raum (Nettogrundfl\u00e4che) pro Jahr viel kleiner ist, als die Nachhaltigkeitssiegel in Deutschland bisher als nachhaltig suggerieren.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>Einfach aktuelle Standards einzuhalten reicht also nicht: Die heutigen Grenzwerte f\u00fcr F\u00f6rderungen (z. B. QNG mit ca. 20 kg CO2e\/(m2*a)) liegen weit \u00fcber dem, was f\u00fcr das Erreichen der Klimaziele im Jahr 2025 zul\u00e4ssig w\u00e4re (13,27 kg CO2e\/(m2*a)). <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#636363\" class=\"has-inline-color\">Anmerkung: Dieser Wert liegt weit \u00fcber dem einer vorhergehenden <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0378778822007691\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0378778822007691\">Studie<\/a> von 6 kg CO2e\/(m2*a) und es stellt sich aus Sicht des BIWENA e.V. grunds\u00e4tzlich die Bewertung, dass es in der CO2 Vermeidung keine \u00dcbererf\u00fcllung geben kann.<\/mark><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Bisherige freiwillige Grenzwerte (wie beim <a href=\"http:\/\/qng.info\" data-type=\"link\" data-id=\"qng.info\">QNG<\/a> oder <a href=\"http:\/\/dgnb.de\">DGNB-Siegel<\/a>) orientieren sich an technischer Machbarkeit, die sehr stark an Glaubenss\u00e4tzen und den Beharrungskr\u00e4ften im Bauwesen h\u00e4ngt. Die wir als BIWENA e.V. mit Wissenschaftskommunikation und Praxiswissen \u00fcberwinden wollen. Die Forscher berechneten aufgrund des verbleibenden Budget f\u00fcr den Geb\u00e4udesektor, basierend auf dem globalen 1,7-Grad-Ziel, ein faires Budget pro Kopf herunter. Dabei unterschieden sie betriebsbedingte Emissionen und Graue Emissionen aus Herstellung, Renovierung, Abriss und ber\u00fccksichtigten die Dekarbonisierung der Energie- und Baustoffindustrie bis 2045.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Jahr<\/strong><\/td><td><strong>Betriebs-Budget (kg CO2\u200be\/m2\u22c5a)<\/strong><\/td><td><strong>Graue Emissionen (kg CO2\u200be\/m2\u22c5a)<\/strong><\/td><td><strong>Gesamtbudget<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>2025<\/strong><\/td><td>6,86<\/td><td>6,41<\/td><td><strong>13,27<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>2045<\/strong><\/td><td>1,05<\/td><td>0,79<\/td><td><strong>1,84<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>(Tabelle zeigt das errechnete, f\u00fcr das Bauen verf\u00fcgbare Treibhausgasbudget laut Studie.)<\/p>\n\n\n\n<p>Die erlaubten Budgets pro Quadratmeter und Jahr m\u00fcssen also drastisch sinken, je n\u00e4her wir dem Zieljahr 2045 kommen. Das ist nur logisch, da sich ein Budget immer weiter verkleinert, wenn es aufgebraucht wird. <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Dringender Handlungsbedarf: Planende und Entscheidende m\u00fcssen sich an diesen sinkenden Pfaden orientieren und sie als Herausforderung annehmen<\/mark>. Besonders die \u201eGrauen Emissionen\u201c (vor allem Materialien wie Beton, Ziegel und Stahl) r\u00fccken in den Fokus, da ihr relativer Anteil an der Gesamtbilanz steigt, w\u00e4hrend der Betrieb durch den Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien sauberer wird. Einmal emittiert ist eben emittiert und damit klimawirksam.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die verbleibende Technologie-L\u00fccke<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Die Projektionen der Studie zeigen, dass selbst bei starken Verbesserungen im Jahr 2045 noch Rest-Emissionen vorhanden sind, die durch CO2-Entnahme-Technologien z.B. CCS (Kohlendioxid-Abscheidung und Speicherung) ausgeglichen werden m\u00fcssten. Eine Technologie, die mit gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/co2-lager-bundestag-beschliesst-umstrittenes-ccs-gesetz-so-sind-die-reaktionen,ccs-148.html\">Unsicherheiten<\/a> behaftet ist.<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#636363\" class=\"has-inline-color\"><em>Anmerkung: Wir haben bisher nur \u00fcber CO2 und dessen \u00c4quivalente gesprochen. Da wir nicht nur ein reines Klimakrisenproblem haben sondern auch mitten in Biodiversit\u00e4tskrise stecken, ist auch die Begrenzung der Rohstoffstr\u00f6me aus der Natur wichtig: Sie brauchen auch eine Idee, welchen <\/em><\/mark><em><strong><mark style=\"background-color:#fddcc8;color:#111111\" class=\"has-inline-color\">\u00f6kologischen Rucksack<\/mark><\/strong><\/em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#636363\" class=\"has-inline-color\"><em> Geb\u00e4ude haben. Erst so ergibt sich ein Gesamtbild.  Den \u00f6kologischen Rucksack kann man sehr gut darstellen und z.B. auf ganze Baugebiete ausweiten, z.B. anhand eines <a href=\"https:\/\/www.resscore.de\/downloads.html\">Ressource Scores<\/a>,.<\/em><\/mark><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Es gibt 3 Billionen B\u00e4ume auf der Welt und 3 Milliarden Tonnen Getreide pro Jahr <\/p><cite><a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/nature14967\">nature.com\/articles\/nature14967<\/a> &amp; Eigene Berechung<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Warum ist das eine wichtige Information, wenn es um das Bauen geht? Da auch bei modernen Geb\u00e4uden <em>Vorabemissionen<\/em> enstehen; genannt auch <em>embodied carbon<\/em>, <em>embodied carbon emissionen, Graue Energie <\/em>oder <em>Graue Emissionen.<\/em> Standen bisher die Grauen Emissionen lange im Schatten der Betriebsemissionen z.B. des Heizens, einfach weil die Geb\u00e4ude so ineffzient waren, dass dies einen weit-gr\u00f6\u00dferen Teil ausmachte, hat sich das Blatt nun gedreht. Schon lange machen sie oft weit mehr als die H\u00e4lfte und manchmal fast die komplette CO2-Bilanz aus, besonders bei effizienten Geb\u00e4uden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die Geb\u00e4udeherstellung auch Emissionen verursacht verstehen viele sofort. Ein Punkt dabei geht dabei jedoch meist unter: Die CO2 Emissionen aus Herstellung und Betrieb meist zusammen in einen Topf geworfen und Ihnen als eine einzige Zahl pr\u00e4sentiert (wie beim <a href=\"http:\/\/qng.info\">QNG<\/a>). <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Die Emissionen aus der Herstellung von Baumaterial und Bauwerk entstehen zum schlimmsten Zeitpunkt f\u00fcr das Klima: Sofort, unwiederbringlich.<\/mark> Die Betriebsemissionen k\u00f6nnte man noch verringern beispielsweise durch saubere Energie, Technologiefortschritt oder Nutzendenverhalten. &#8211; Jedoch sind fast die gesamten Grauen Emissionen bereits klimawirksam bevor das Geb\u00e4ude \u00fcberhaupt genutzt wird und sind damit <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">eine regelrechte Klimabombe<\/mark>.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher ist die Wahl CO2-armer und besser CO2-speichernder Materialien entscheidend, um wirtschaftlich und \u00fcberhaupt <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">wirklich nachhaltig bauen<\/mark> zu k\u00f6nnen. <strong>Die nachwachsenden Rohstoffe (NawaRo)<\/strong> wie Holz und die schnell-nachwachsenden wie ohnehin anfallenden Reststoffen aus der Getreideproduktion wie Stroh aber auch extra angebaute Kulturpflanzen wie Hanf, Paludi-Kulturen aus Feuchtlandschaften haben somit bei der Bauwende die Nase vorn.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider werden durch einen Trick in der Lebenszyklusanalyse (z.B. im QNG), diese massiven Vorteile des pflanzlichen Bauens zugunsten des Massivbaus mit mineralischen Bauweisen verzerrt dargestellt. Das Problem ist das sogenannte <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">End-of-Life<\/mark>, also das, was jemand denkt, was nach der Nutzung des Geb\u00e4udes mit den Materialien passieren w\u00fcrde. Ein Blick in die Zukunft, ein Stochern im Nebel.  Hierbei werden die NawaRo gleich mit ihrer Verbrennung in 50 Jahren angesetzt, sodass sie bestenfalls neutral sind und der Kohlenstoffspeichereffekt f\u00fcr Sie unsichtbar bleibt. Das ist bemerkenswert in einer Klimakrise in der wir so weit fortgeschritten sind, <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/klimaziel-2030-wird-massiv-verfehlt-deutsche-umwelthilfe-fordert-klimanotfallprogramm-fuer-verkehr-u\/\">dass wir das Klimaziel von Paris verfehlen<\/a> und nun auf <a href=\"https:\/\/www.umweltrat.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/04_Stellungnahmen\/2024_2028\/2024_10_CCS.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=9\">Negativemissionen<\/a> angewiesen sind. Geb\u00e4ude m\u00fcssen aber l\u00e4nger halten als eine bisherige durchschnittliche Nutzungsperiode, NawaRo k\u00f6nnen das und man kann sie l\u00e4nger im Kreislauf halten, in einer Kaskade oder einfach 1:1 ersetzen durch Instandhaltung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Warum?<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Pflanzen entziehen der Atmosph\u00e4re Kohlendioxid und lagern es als Kohlenstoff in sich ein, mit einem <a href=\"https:\/\/www.wald.de\/waldwissen\/wie-viel-kohlendioxid-co2-speichert-der-wald-bzw-ein-baum\/\">tollen Verh\u00e4ltnis<\/a>, aus 3,67 kg CO2 (Kohlendioxid) entstehen 1 kg C (Kohlenstoff) ohne jegliche Technologie. <em>Sonst gibt es solche f\u00fcr Sie f\u00f6rderlichen Verh\u00e4ltnisse beim Bauen eigentlich nur noch bei der W\u00e4rmepumpe, bei der sie 1kW Leistung investieren und ein Vielfaches an Heizleistung erhalten.<\/em> Lagern Sie die nachhaltig gewonnenen NawaRo nun n\u00fctzlich ein, z.B. Holz als Tragwerk und Stroh als D\u00e4mmung oder z.B. Trockenbauplatte, ergibt sich f\u00fcr die Nutzungsdauer eine Entlastung der Atmosph\u00e4re durch den gespeicherten Kohlenstoff. Dabei sind die NawaRo <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/ftp\/pdf\/berichte\/22007213.pdf\">sehr dauerhaft und gleichbleibend performant<\/a>. Zus\u00e4tzlich vermeiden sie damit dann auch noch die Herstellungsemissionen von den \u00fcblichen mineralischen und synthetischen Baumaterialien und entlasten die Lebenswelt durch den vermiedenen Schaden des Bauens doppelt. Mit NawaRo lassen sich einerseits die geforderten Grenzwerte einhalten, aber sie haben zus\u00e4tzliche Vorteile, wie kurze Transportwege, lokale Wertsch\u00f6pfung und Perspektiven, au\u00dferdem entstehen bei material- und klimagerechter Planung (Siehe auch Holzbauausschreibung weiter unten) mit ihnen dauerhafte, gesunde Hochleistungsgeb\u00e4ude die kreislauff\u00e4hig sind. Hierbei soll erw\u00e4hnt werden, dass wir auf dem Planeten Erde leben, Lehm mit dem sich hervorragend bauen l\u00e4sst, besonders in Kombination mit den NawaRo.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/DSC04626-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-307 size-full\" srcset=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/DSC04626-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/DSC04626-300x200.jpg 300w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/DSC04626-768x511.jpg 768w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/DSC04626-1536x1022.jpg 1536w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/DSC04626-2048x1363.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Bild:  Stroh-Lehm-Holzbau in der Ausstellung &#8222;nachhaltig bauen erleben&#8220; am NZNB Verden, Sitz des BIWENA e.V.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">D\u00fcrfen wir nur noch pflanzlich bauen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich nicht, denn es geht nicht immer. Doch bestimmt \u00f6fter als Sie vielleicht denken? Immerhin st\u00f6\u00dft der Holz- und sogar der Strohbau in <a href=\"https:\/\/ecococon.eu\/de\/projekte\">Hochhausgefilde<\/a> vor, kein Wunder, denn die <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/presse\/pressemitteilungen\/aktuelle-mitteilungen\/aktuelle-nachricht\/weg-frei-fuer-mehr-natur-daemmstoffe-beim-bauen\">NawaRo brennen vielleicht gar nicht so gut, wie sie denken?<\/a> Wenn sie Bauteile oder Geb\u00e4ude wieder nutzen, um ihre Qualit\u00e4ten zu erhalten und vielleicht noch zu verbessern, k\u00f6nnen sie gern mit konventionellen Materialien bauen. Z.B. mit Ziegeln die es bereits gibt? Nur stellen Sie bitte sicher, dass es sich wirklich um eine Wiederverwendung oder ein sinnvolles Rezyklat handelt. Machen Sie gegebenenfalls Stichproben ob das auch wirklich so ist, das Greenwashing ist hier manchmal nicht weit weg.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Bundesgesetze und Leitlinien helfen mir beim Nachhaltigen Bauen?<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/DE\/2021\/03\/rs20210324_1bvr265618.html\">Beschluss des Bundesverfassungsgerichts 2021:<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">\u201eArt. 20a GG verpflichtet den Staat zum Klimaschutz. Dies zielt auch auf die Herstellung von Klimaneutralit\u00e4t.\u201c<\/mark><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bundes-Klimaschutzgesetz<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00a7 13 KSG&nbsp;<mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Ber\u00fccksichtigungsgebot<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>(1) Die Tr\u00e4ger \u00f6ffentlicher Aufgaben haben bei ihren Planungen und Entscheidungen den Zweck dieses Gesetzes und die zu seiner Erf\u00fcllung festgelegten Ziele zu ber\u00fccksichtigen. Die Kompetenzen der L\u00e4nder, Gemeinden und Gemeindeverb\u00e4nde, das Ber\u00fccksichtigungsgebot innerhalb ihrer jeweiligen Verantwortungsbereiche auszugestalten, bleiben unber\u00fchrt. Bei der Planung, Auswahl und Durchf\u00fchrung von Investitionen und bei der Beschaffung auf Bundesebene ist f\u00fcr die Vermeidung oder Verursachung von Treibhausgasemissionen ein CO<sub>2<\/sub>-Preis, mindestens der nach \u00a7 10 Absatz 2 Brennstoff-Emissionshandelsgesetz g\u00fcltige Mindestpreis oder Festpreis zugrunde zu legen.<\/p>\n\n\n\n<p>(2) Der Bund pr\u00fcft bei der Planung, Auswahl und Durchf\u00fchrung von Investitionen und bei der Beschaffung, wie damit jeweils zum Erreichen der nationalen Klimaschutzziele nach \u00a7 3 beigetragen werden kann. Kommen mehrere Realisierungsm\u00f6glichkeiten in Frage, dann ist in Abw\u00e4gung mit anderen relevanten Kriterien mit Bezug zum Ziel der jeweiligen Ma\u00dfnahme solchen der Vorzug zu geben, mit denen das Ziel der Minderung von Treibhausgasemissionen \u00fcber den gesamten Lebenszyklus der Ma\u00dfnahme zu den geringsten Kosten erreicht werden kann. Mehraufwendungen sollen nicht au\u00dfer Verh\u00e4ltnis zu ihrem Beitrag zur Treibhausgasminderung stehen. Soweit vergaberechtliche Bestimmungen anzuwenden sind, sind diese zu beachten.<\/p>\n\n\n\n<p>(3) Bei der Anwendung von Wirtschaftlichkeitskriterien durch den Bund sind bei vergleichenden Betrachtungen die entstehenden Kosten und Einsparungen \u00fcber den jeweiligen gesamten Lebenszyklus der Investition oder Beschaffung zugrunde zu legen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Kreislaufwirtschaftsgesetz<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00a7 45 KrWG: <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Pflichten der \u00f6ffentlichen Hand<\/mark>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>(2) Die Verpflichteten nach Absatz 1 haben, insbesondere unter Ber\u00fccksichtigung der \u00a7\u00a7 6 bis 8, bei der Gestaltung von Arbeitsabl\u00e4ufen, bei der Beschaffung oder Verwendung von Material und Gebrauchsg\u00fctern, bei Bauvorhaben und sonstigen Auftr\u00e4gen, ohne damit Rechtsanspr\u00fcche Dritter zu begr\u00fcnden, Erzeugnissen den Vorzug zu geben, die<\/p>\n\n\n\n<p>1. in rohstoffschonenden, energiesparenden, wassersparenden, schadstoffarmen oder abfallarmen Produktionsverfahren hergestellt worden sind,<\/p>\n\n\n\n<p>2. durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder durch Recycling von Abf\u00e4llen, insbesondere unter Einsatz von <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Rezyklaten<\/mark>, oder aus <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">nachwachsenden Rohstoffen<\/mark> hergestellt worden sind,<\/p>\n\n\n\n<p>3. sich durch Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit, Wiederverwendbarkeit und Recyclingf\u00e4higkeit auszeichnen oder<\/p>\n\n\n\n<p>4. im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoff\u00e4rmeren Abf\u00e4llen f\u00fchren oder sich besser zur umweltvertr\u00e4glichen Abfallbewirtschaftung eignen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=OJ:L_202401275\">EU-Geb\u00e4uderichtlinie, Energy Performance of Buildings Directive (EPBD)<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Die EPBD ist ein Fahrplan, um die Geb\u00e4ude in der EU bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Nach langem Z\u00f6gern muss die Bundesregierung Anfang 2026 die nun schon 2 Jahre alte EU-Geb\u00e4uderichtlinie endlich in deutsches Recht umsetzen. <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Kommen muss z.B. zwingend eine Lebenszyklusbetrachtung<\/mark>, die derzeit nur \u00fcber die rein freiwillige \u201cQualit\u00e4tssiegel Nachhaltiges Geb\u00e4ude\u201d-F\u00f6rderung (QNG) besteht, w\u00e4hrend andere L\u00e4nder l\u00e4ngst liefern, z.B. D\u00e4nemark, Niederlande, Frankreich. Deutschland wird auch endlich Zwischenziele 2030 und 2040 liefern m\u00fcssen, damit sich alle auf die kommende Arbeit (vor allem die Sanierung des Bestands) einstellen und Kapazit\u00e4ten aufbauen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.bmwsb.bund.de\/SharedDocs\/downloads\/Webs\/BMWSB\/DE\/veroeffentlichungen\/pm-kurzmeldung\/Baukulturelle_Leitlinien.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\">Baukulturelle Leitlinien des Bundes \/ Leipzig Charta<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>\u201c<mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Der Bund sichert die Umbaukultur im Sinne einer Kreislaufnutzung und -wirtschaft unter Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer, sozialer und \u00f6konomischer Faktoren langfristig ab. <\/mark>Er baut daf\u00fcr die Zusammenarbeit mit den L\u00e4ndern und Kommunen aus. Er st\u00e4rkt die Kreislauff\u00e4higkeit und <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Wiederverwendung von Materialien und die Aktivierung von aus der Nutzung gefallenen Bauwerken<\/mark> und \u00f6ffentlichen R\u00e4umen durch neue Nutzungskonzepte <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">und beschafft dazu vorrangig umweltschonende Produkte<\/mark>. Gem\u00e4\u00df der Klimaschutz- und Klimaanpassungsziele reduziert der Bund Risiken in seinem baulichen Bestand soweit m\u00f6glich und beachtet die Anforderungen des Ressourcen-,L\u00e4rm-, Fl\u00e4chen- und Naturschutzes. Luft- und Schadstoffemissionen gilt es zu reduzieren.\u201d<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.bmwsb.bund.de\/SharedDocs\/kurzmeldungen\/Webs\/BMWSB\/DE\/2024\/11\/gebaeudetyp-e.html\">Einfaches Bauen, Geb\u00e4udetyp E<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Ansatz des \u201eEinfachen Bauens\u201c, Geb\u00e4udetyp E&nbsp; verfolgt das \u00fcbergeordnete Ziel, die Bauprozesse zu <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">entschlacken<\/mark> und die Errichtung von Bauwerken effizienter und kosteng\u00fcnstiger zu gestalten, <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">ohne dabei die grundlegenden Anforderungen an Sicherheit und Dauerhaftigkeit zu vernachl\u00e4ssigen.<\/mark>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum dieser Strategie steht die <strong>rechtssichere Abweichung von den anerkannten Regeln der Technik<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Diese Abweichung ist kein Freifahrtschein f\u00fcr mindere Qualit\u00e4t, sondern eine bewusste und begr\u00fcndete Entscheidung, um eine <strong>Vermeidung von \u00dcbererf\u00fcllung<\/strong> zu erreichen die sich oft aus einem \u00dcberma\u00df an Normen ergibt aus einem interessengeleiteten Normungssystem. Die herk\u00f6mmliche Baupraxis neigt oft dazu, durch eine \u00fcberzogene Anwendung und Kumulation von Normen, Richtlinien und technischen Baubestimmungen zu einer unn\u00f6tigen <strong>Verschwendung von Ressourcen<\/strong> zu f\u00fchren. Diese Verschwendung manifestiert sich in Verwendung von zu dicken Schichten, zu hohen Materialg\u00fcten oder \u00fcberdimensionierten Bauteilen, die die statisch oder bauphysikalisch notwendigen Mindestanforderungen deutlich \u00fcberschreiten. Dadurch entstehen unn\u00f6tig hohe Baukosten und verl\u00e4ngerte Planungs- und Bauzeiten, die Bezahlbarkeit von Wohnraum und Infrastruktur negativ beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geb\u00e4udetyp E allein ist so wie der CO2-Preis jeweils nur ein Baustein zum Nachhaltigen Bauen und wird nur mit kombinierten hohen Anspr\u00fcchen zielf\u00fchrend. Konkret soll hier im Idealfall nicht nur etwas reduziert werden, dass klimasch\u00e4dlich und nicht dekarbonisierbar ist, sondern gleich ersetzt werden mit einer zukunftsf\u00e4higeren Variante.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weiterf\u00fchrende Hilfen<\/h2>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201e<a href=\"https:\/\/mediathek.fnr.de\/vergabe-planungsleistungen-holzbau.html\">Planungsleistungen bei Holzbau-Vergaben<\/a>\u201c <\/strong>&nbsp;(2025)&nbsp; und <\/h5>\n\n\n\n<p>\u201c<strong><a href=\"https:\/\/mediathek.fnr.de\/broschuren\/nachhaltige-beschaffung\/zusammenfassung-einzellose-holzbau.html\">Losb\u00fcndelung bei Holzbau-Vergaben \u2013 Handreichung f\u00fcr \u00f6ffentliche Bauprojekte<\/a><\/strong>\u201d <strong>(2025)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Handreichungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) bieten Kommunen und Planenden einen Leitfaden, um die Potenziale des modernen Holzbaus wie kurze Bauzeiten und Klimafreundlichkeit durch angepasste Strategien bei Planung und Vergabe voll auszusch\u00f6pfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der moderne Holzbau setzt auf einen hohen Grad an digitaler Vorfertigung (z. B. Holztafel- oder Modulbau). Dies erfordert ein Abweichen von starren Leistungsphasen. Die strikte Separierung von Planung, Ausschreibung, Produktion und Bauausf\u00fchrung weicht einer fr\u00fchen, fach\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit (\u201eintegrale Planung\u201c). Ma\u00dfgeblich sind das Zusammenf\u00fchren von Prozessen, die <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">fr\u00fche Einbindung von Holzbaukompetenz<\/mark> um dem anderen Ansatz als beim klassischen Bauen gerecht zu werden und die Vorteile tats\u00e4chlich auszuspielen. Wichtig ist auch die integrale Planung (z. B. durch BIM) und die Nutzung digitaler Projektplattformen zum Austausch, bevor die Fertigung startet.<\/p>\n\n\n\n<p>Losgrundsatz und B\u00fcndelung: Grunds\u00e4tzlich m\u00fcssen Leistungen in Fach- und Teillosen vergeben werden. \u2018Grunds\u00e4tzlich\u2019 bedeutet aber, dass es Ausnahmen gibt. Eine B\u00fcndelung (z. B. Generalplaner bis hin zu Totalunternehmer) ist bei entsprechenden technischen oder wirtschaftlichen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig, erfordert aber eine projektspezifische und fundierte Begr\u00fcndung in der Vergabedokumentation. Hierbei k\u00f6nnte das Vergabebeschleunigungsgesetz Mitte 2026 f\u00fcr erweitere Spielr\u00e4ume sorgen. In jedem Fall ist die <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Abweichung vom Losgebot<\/mark> individuell so zu begr\u00fcnden, dass die wirtschaftlichen und technischen Gr\u00fcnde nachvollziehbar \u00fcberwiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>HOAI: <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">\u201cEin Holzbauprojekt folgt weder von der zeitlichen Abfolge noch von den konkreten Inhalten her der konventionellen Leistungsphasenlogik.<\/mark> Dies ist sowohl im Rahmen der Leistungsbeschreibung als auch der Vertrags- und Verg\u00fctungsgestaltung im Rahmen der Planendenvergabe(n) zu ber\u00fccksichtigen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201cBei Holzbauprojekten sollten qualitative Kriterien mit einem hohen Gewicht (z. B. 40\u201360 %) in die Wertung einflie\u00dfen \u2013 nicht nur der Angebotspreis.\u201d<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Qualit\u00e4t:  Denken Sie hierbei z.B. an materialgerechte Arbeit.<\/mark> Der eingelagerte Kohlenstoff, welcher der Atmosph\u00e4re als CO2 durch das Wachstum der B\u00e4ume und Pflanzen entzogen wurde und dadurch das Klima von dem Treibhausgas entlastet, muss m\u00f6glichst lange und n\u00fctzlich im Bauwerk dienen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Leitfaden: <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/fileadmin\/user_upload\/download\/Projektinformation\/Kreislaufwirtschaft\/Baustoffe\/241031_Leitfaden_oeffentliche_Beschaffung_Bau.pdf\">Integration von Kreislaufwirtschaftskriterien in der \u00f6ffentlichen Beschaffung von Bauleistungen&nbsp; Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele f\u00fcr die Umsetzung&nbsp;<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/fileadmin\/user_upload\/download\/Projektinformation\/Kreislaufwirtschaft\/Baustoffe\/241031_Leitfaden_oeffentliche_Beschaffung_Bau.pdf\">Leitfaden der Deutschen Umwelthilfe (DUH)<\/a>&nbsp; aus 2024 bietet sehr gute Handlungsempfehlungen zur Integration von Kreislaufwirtschaftskriterien in die \u00f6ffentliche Beschaffung von Bauleistungen. Da der Bausektor f\u00fcr etwa 40 % des Rohstoffverbrauchs und 8 % der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich ist, <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">soll die \u00f6ffentliche Hand ihre Vorbildfunktion und Marktmacht nutzen, um die Bauwende voranzutreiben.<\/mark> Die zentralen Empfehlungen des Leitfadens hier \u00e4hneln denen des Leitfadens der Stadt Frankfurt (oben).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Warum-nicht<\/h4>\n\n\n\n<p>Auch hier wird wie bei der Stadt Frankfurt vorgeschlagen eine Begr\u00fcndungspflicht einzuf\u00fchren: \u00d6ffentliche Auftraggeber sollten transparent darlegen, warum bestimmte Kreislaufwirtschaftsanforderungen im Einzelfall <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">nicht<\/mark> erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Daten erheben<\/h4>\n\n\n\n<p>F\u00fcr alle \u00f6ffentlichen Bauma\u00dfnahmen&nbsp; sollte eine verpflichtende \u00d6kobilanzierung eingef\u00fchrt werden, die auch die \u201egraue Energie\u201c (Herstellung, Errichtung, R\u00fcckbau) und den Rohmaterialeinsatz (RMI) ber\u00fccksichtigt. Diese beiden Indikatoren braucht es mindestens um die Schadensvermeidung beurteilen und die bessere Variante zu ausw\u00e4hlen zu k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bestandserhalt vor Abriss<\/h4>\n\n\n\n<p>Ein Abriss sollte nur als \u201eUltima Ratio\u201c zul\u00e4ssig sein, wenn ein \u00f6kobilanzieller Vergleich nachweist, dass ein Neubau umweltschonender als die Sanierung oder Umnutzung ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">CO2-Schattenpreis<\/h4>\n\n\n\n<p>In Wirtschaftlichkeitsberechnungen sollte ein dynamischer CO2-Schattenpreis einflie\u00dfen, um die <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">tats\u00e4chlichen Umweltfolgekosten<\/mark> abzubilden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Urbane Minen nutzen<\/h4>\n\n\n\n<p>Damit urbane Minen \u00fcberhaupt entstehen: Pre-Demolition-Audit (PDA) machen. Vor R\u00fcckbauma\u00dfnahmen sollte diese verpflichtende Bauteilsichtung (gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/www.dinmedia.de\/de\/technische-regel\/din-spec-91484\/371235753\">DIN SPEC 91484<\/a>) durchgef\u00fchrt werden, um wiederverwendbare und recyclingf\u00e4hige Materialien, Bauteile fr\u00fchzeitig zu identifizieren. Selektiver R\u00fcckbau: Auf Basis des PDA ist ein detaillierter R\u00fcckbauplan zu erstellen, der die <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">zerst\u00f6rungsfreie Demontage von Bauteilen<\/mark> sicherstellt, um sie im Kreislauf zu halten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Materialeinsatz und Kreislauff\u00e4higkeit<\/h4>\n\n\n\n<p>Wiederverwendung f\u00f6rdern: Die Wiederverwendung von Bauteilen (insbesondere bei nichttragenden Elementen wie Fenstern oder Fassadenplatten) sollte explizit in Ausschreibungen gefordert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sollten <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">verbindliche, materialspezifische Quoten<\/mark> (wie z.B. in der Schweiz) f\u00fcr den Einsatz von Recycling-Materialien (z. B. RC-Beton) festgelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Neue Geb\u00e4ude und Sanierungen sollten ein verbindliches Zirkularit\u00e4tskonzept erhalten. Alle Materialien sollten in einem Digitalen Ressourcenpass dokumentiert werden, um zuk\u00fcnftiges \u201eUrban Mining\u201c zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#A4A4A4\" class=\"has-inline-color\">Anmerkung: Oft reduzieren sich Kreislaufwirtschaftsakteur*innen; ob gewollt oder ungewollt, lediglich auf technische Kreisl\u00e4ufe, z.B. mineralische oder metallische Produkte, vor allem in den jeweiligen Beispielen und Bildern. Bitte denken Sie daran, dass dies nur ein Teil der L\u00f6sung ist und wir parallel das biobasierte, schon von Natur aus kreislauftaugliche Bauen mit biobasierten Produkten (NawaRo, nicht nur Holz) bef\u00f6rdern m\u00fcssen, damit abiotische Materialien gar nicht erst neu in den Kreislauf kommen, die aus der Natur dauerhaft extrahiert werden. <\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>Artikel als <a href=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Die-kommunale-Bauwende.-Eine-Handreichung-fuer-Kommunen-_final_mitBeschnittZugabe.pdf\" rel=\"nofollow\">PDF<\/a> herunterladen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">NKI Vorhaben BauKlima-Kommunal: Kommunalen Klimaschutz durch nachhaltiges Bauen und Sanieren st\u00e4rken<\/h2>\n\n\n\n<p>Nutzen sie gern unsere <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/informieren\/waermewende-und-gebaeude\/bauklima-kommunal\/\">&#8222;BauKlima-kommunal&#8220; Projektseite,<\/a> mit vielen Workshops, Fachtagungen, Pr\u00e4sentationen, Handreichungen, Studien und Beispielen bester Praxis f\u00fcr die kommunale Bauwende. Die Erfahrung zeigt, dass viele Kommunen, Kreise, L\u00e4nder stark vom Austausch mit anderen profitieren. <mark style=\"background-color:#fddcc8\" class=\"has-inline-color\">Tauschen Sie sich bitte miteinander aus<\/mark>, k\u00f6nnen <a href=\"https:\/\/biwena.de\/index.php\/bauklima-kommunal\/\" data-type=\"page\" data-id=\"150\">wir<\/a> dabei helfen?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"574\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-1348 size-large\" alt=\"\" src=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_20251119_113510-1024x574.jpg\" data-object-fit=\"cover\" srcset=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_20251119_113510-1024x574.jpg 1024w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_20251119_113510-300x168.jpg 300w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_20251119_113510-768x431.jpg 768w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_20251119_113510.jpg 1380w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim\" style=\"background-color:#8b7a6d\"><\/span><div class=\"wp-block-cover__inner-container has-global-padding is-layout-constrained wp-block-cover-is-layout-constrained\">\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><a href=\"https:\/\/biwena.de\/index.php\/bauklima-kommunal-vortraege-und-material\/\" data-type=\"page\" data-id=\"1434\"><mark style=\"background-color:#fddcc8;color:#111111\" class=\"has-inline-color\">BauKlima-Kommunal Vortr\u00e4ge und Material<\/mark><\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\nDas Projekt \u201eBauKlima-Kommunal\u201c wird in Zusammenarbeit mit der\u00a0Deutschen Umwelthilfe (Projektwebsite), dem\u00a0\u00a0Lehrstuhl f\u00fcr energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u00a0und dem\u00a0BIWENA e.V.\u00a0durchgef\u00fchrt. Es wird gef\u00f6rdert durch die:\nNationale Klimaschutzinitiative (NKI)\ndes Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)\nF\u00f6rderkennzeichen: 67KF0181B\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"533\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-Teppich_BauKlima_2026_hoch_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1281\" style=\"width:393px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-Teppich_BauKlima_2026_hoch_.png 533w, https:\/\/biwena.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Logo-Teppich_BauKlima_2026_hoch_-160x300.png 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kommunale Bauwende Eine Handreichung f\u00fcr Kommunen (auch als PDF verf\u00fcgbar, Videos dazu und mehr) Die Bildungswerkstatt f\u00fcr nachhaltige Entwicklung e.V. 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